Es hat lange gedauert bis das stetige Bemühen des RC
Bietigheim-Vaihingen durch alle Rotary Instanzen hindurch bis zum
internationalen Council on Legislation CoL (Gesetzgebender Rat von Rotary
International) endlich Erfolg hatte:
Eine vom Club beschlossene
Resolution zur allgemeinen und internationalen Ächtung von Anti-Personenminen
wurde vom CoL am 27.4.2010 mit großer Mehrheit der 506 internationalen
rotarischen Vertreter angenommen.
Darin fordern die Rotarier aus dem Distrikt 1830, das unermessliche
Leid besonders bei der Zivilbevölkerung (25% der Opfer sind Kinder unter 5
Jahren) zu brandmarken, das durch den Einsatz der heimtückischen Minen
versursacht wird: Abgerissene Gliedmaßen, der Verlust von einem oder gar beiden
Beinen. Die entsetzliche Waffe wird leider immer noch von vielen zivilisierten
Ländern produziert, verkauft und zur Terrorisierung der Bevölkerung eingesetzt.
Der Einsatz von
Anti-Personenminen widerspricht fundamental allen rotarischen Prinzipien.
Den Rotariern aus Bietigheim-Vaihingen reichte es nicht, nur
Spenden zur Linderung der Not von Minenopfern zu sammeln und Prothesen zu
beschaffen. Sie fordern alle Rotarier dieser Welt auf „alle den rotarischen
Grundprinzipien entsprechenden Aktivitäten zur weltweiten Ächtung von
Antipersonenminen zu unterstützen“.
Zunächst hat der RC Bietigheim-Vaihingen im Jahr 2000 ein
Matching Grant Projekt mit der Anpassung
von Beinprothesen für Opfer von Landminen in Tiflis, Georgien realisiert.
Danach war es das Ziel mehr zu tun. Es sollte eine schriftliche Resolution vorgelegt
werden. Nach Beschlussfassung im Club 2006, nach Diskussion im Distrikt 1830
und Anpassungen an den internationalen Sprachgebrauch wurde der endgültige Text
2008 vom Distrikt 1830 zur Verabschiedung durch das Concil on Legislation 2010 eingebracht.
Mit dankenswerter Unterstützung
des Pastgovernors Frd. Völker, dem Vorsitzenden von Mine-Ex Deutschland Frd.
Selmayr und Joel Nagel, RC Pittsburg als Mitglied des CoL wurde die Resolution
des RC Bietigheim-Vaihingen am 28. April 2010 als einzige unverändert verabschiedet
(vgl. den Text unter www.rotary1830/Bietigheim-Vaihingen).
Der Erfolg zeigt,
dass auch einzelne innerhalb der Gemeinschaft von 1,2 Millionen Rotariern mit
Ausdauer etwas erreichen können.
Was allerdings
genau erreicht wurde, bleibt abzuwarten. Resolutionen drücken in der Regel
Meinungen aus oder sprechen Empfehlungen an den RI-Zentralvorstand aus. Ob nur eine
Entscheidung oder ein Verwaltungsakt erforderlich wird, liegt letztlich im
Ermessen des RI-Zentralvorstandes oder des Generalsekretärs.
Allerdings kann sich im RC Bietigheim-Vaihingen kein Freund
vorstellen, welcher Rotarier Einsprüche gegen eine Ächtung der
Anti-Personenminen haben könnte.
Peter Ziem RC
Bietigheim-Vaihingen 16.5.2010
Rotary-Preis 2009 - Karlshöhe Ludwigsburg
Wie schon in den vergangenen Jahren zeichnete der
Rotary-Club Bietigheim-Vaihingen zwei Auszubildende an der Karlshöhe
Ludwigsburg aus. Den mit jeweils 200 Euro dotierten Preis erhielten Laura
Quintel und Lirije Maloki für ihre Leistungsbereitschaft und soziale
Kompetenzen. Während ihrer kaufmännischen Ausbildung haben sie in Hinblick auf
die Ausbildungsinhalte und ihre Persönlichkeit eine besonders positive
Entwicklung genommen.
Der Rotarypreis 2009 - übereicht durch den Vorstand RC Bietigheim-Vaihingen Herrn Ralf Siegmund und
Herrn Traugott Plieninger.
(v.l. Laura Quintel, Ralf Siegmund, Liri Maloki, Abteilungsleiter Kaufmännische
Ausbildung Hubert Gaus, Traugott Plieninger)