Im Rahmen eines Vortrages berichtete Frau Dr. med. Beata Olejnik-Kurz kürzlich den Rotariern über Ihren selbstlosen, medizinischen Einsatz im nördlichen Wüstengebiet dieses zweitärmsten Landes unseres Globus. Sie betreibt diesen humanitären Dienst seit 1999 vornehmlich bei den Nomadenstämmen, voran bei den Tuareg. Als Touristin machte sie die bittere Erfahrung der katastrophalen medizinischen Versorgung dieses Landes.
|

|
|
Die dabei gewonnenen Eindrücke waren der spontane Anstoß für ihre folgenden, regelmäßigen Hilfsexkursionen, die in einem agrarisch geprägten Land mit hohem Wüstenanteil und ohne besondere Infrastruktur größte physische Anstrengungen unter primitiven Bedingungen abverlangen. |
|
Unter Vermeidung jeder unnötigen Bürokratie reist sie regelmäßig in die Sub-Sahara, um dort den ärztlich völlig allein gelassenen Menschen wochenlang unentgeltlich zu helfen. Für ihre mühsamen Tagereisen mietete sie bisher bei ihrer Ankunft in der Hauptstadt Niomey ein Off-Road-Fahrzeug. |
|
|
Wie sie uns schilderte: ein äußerst kostspieliges Unterfangen. Daraus ist der nahe liegende Gedanke entstanden, im Wege von Spenden dauerhaft ein gebrauchtes, geländetaugliches Fahrzeug zu kaufen und für künftige Einsätze mit geringerer Abhängigkeit im Land zu stationieren.
Rotary Göppingen-Stauferland hat sich im Verein mit seinem Patenclub, dem RC Göppingen, entschlossen, diese Anschaffung mit einer eigenen Spende von € 5.000 zu unterstützen. Nachdem der für diesen Zweck geschaffene Spendentopf die erforderliche Summe aufwies, wurde inzwischen ein gebrauchter Landcruiser erworben, der demnächst, sobald das Geld aufgebracht ist, in den Niger überführt werden soll.
Es ist keine Frage, dass die neue Mobilität mit Hilfe dieses Fahrzeugs die aufopferungsvolle Tätigkeit von Frau Dr. med. Olejnik-Kurz erleichtern wird. Zurückbleiben werden dennoch auch künftig die Strapazen für die zu leistende humanitäre Hilfe, die nicht ohne gewisse Gefahren verläuft und aus diesem Grund sogar teilweise mit Bodyguards oder zuverlässigen Helfern begleitet werden muss. Darüber hinaus scheint die politische und gesellschaftliche Situation in diesem Land ein weiterer Risikofaktor.
Um jetzige und künftige Hilfe in diesem armen Land zu sichern, hat die Ärztin einen gemeinnützigen Hilfsverein unter dem Namen Med ASS Sub-Sahara e.V. gegründet. Nur durch Spenden wird es dem Ärzteteam möglich sein, die Hilfseinsätze im Niger dauerhaft sicherzustellen. Inzwischen ist es Frau Dr. med. Olejnik-Kurz gelungen, weitere Kollegen für gemeinsame Hilfsaktionen zu gewinnen, darunter auch ein Zahnärzteteam. Besonders erfreulich daran ist, dass diese Ärzte ausnahmslos aus unserer unmittelbaren Region stammen. Ihr selbstloser, humanitärer Einsatz verdient unseren vollen Respekt und darüber hinaus auch unsere Spendenfreudigkeit.
Weitere Informationen: www.subsahara-ev.org