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18. Mai 2012
 
Einmal Texas und Salomon

Inbound Peter Lugosch und Freund Prof. Dr. Horst Dinter

König Salomons Tempel mit den Säulen Jakin und Boas neben der Pforte
Nach einer kurzen Einführung durch Frd. Knobel (Jugenddienst) stellt sich Inbound Peter Lugosch dem Club vor. Er untermalt seine Vorstellung mit einer PowerPoint-Präsentation, die viele Bilder seiner Heimat Texas sowie seiner Familie und Freunde zeigen (mehr dazu finden Sie auch im Mitgliederbereich).
Gleich im Anschluss daran stellte Freund Horst Dinter die Frage: "Konnte Salomon lesen?"

 Ein zitiertes Resumeé aus seinem Vortrag:

"ECHNATON fühlt sich Gott ganz nahe. Er instrumentiert ihn sogar, wenn es darum geht, die eigene göttliche Abkunft nachzuweisen. (Herrscher/-häuser haben sehr lange auf diese dubiose Praxis zugegriffen!) Sein Verdienst: er versucht die Einzig-Artigkeit Gottes zu zeigen, ist damit der Gedankenvater des Monotheismus - und damit kläglich gescheitert.
MOSES, der etwa zur gleichen Zeit gelebt haben könnte, versucht - in schroffem Gegensatz! - den Abstand zu Gott ins nicht mehr Darstellbare zu steigern: du sollst dir kein Bild machen! Und überfordert damit nicht nur seinerzeit die Menschen.
Der Psalmist, ist leider nicht SALOMON, war, möchte den Abstand wieder verkleinern. Sein Schöpferbild sucht allerdings die Vertraulichkeit wie bei ECHNATON nicht mehr. (Wir dürfen annehmen, dass es in einer Zeit entstanden ist, in der auch die reichlich abstrakten Lehren des ZARATHUSTRA und des GAUTAMA Buddha im vorderen Orient verbreitet waren, und merken an, dass z. B. BUDDHA einen Gottesbegriff gar nicht mehr verwendet, vielmehr eine anspruchsvolle Moraltheorie als, das
Wesen des Göttlichen' formuliert. Immerhin: eine Art Monotheismus war inzwischen virulent.)

FRANZISKUS gelingt es al einzigem, seine - auch unsere! - Distanz zu Gott eindeutig festzustellen. Er versucht gar nicht erst, sich ihm unangemessen zu nähern, schon gar nicht mit Lobesworten, sondern stellt fest, dass alles von Gott Geschaffene ,Lob an sich'ist. Erfindet den Weg zwischen dem ,Gebote-Geber' bei MOSES und der Vertraulichkeit bei ECHNATON.

Alle drei Lobsänge sind Sprachkunstwerke von hohem Rang. Ich mag sie alle drei, vielmehr: den FRANZISKUS liebe ich."

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