Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Hand- reichungen für ihre alltägliche
Arbeit und künftige Aufgaben erhalten. Gesamtziel war, einen Beitrag zu einer
zunehmend eigenständigen Arbeitsweise mit Anregung zur Übernahme von
Führungsverantwortung zu leisten. In diesem Jahr stand das Seminar unter der
Feder- führung von Freund Christian Gehring vom RC Schwäbisch Hall, der die
Veranstaltung auch ausgezeichnet moderierte.
Das
Seminar begann mit Beispielen übernommener Führungsverantwortung aus der
alltäglichen Praxis mehrerer Rotarier.
Die
Referenten berichteten sehr offen über eigene Erfahrungen aus einem Handwerksbetrieb,
einem internationalen Sprachinstitut, einem Industrieunternehmen und der
Forstverwaltung. Daraus ergab sich, dass Führung sehr viele Facetten hat,
darunter die nicht zu unterschätzende Bedeutung von Vertrauen, Empathie und
Kommunikationskompetenz. Es wurde konstatiert, dass „Führung ohne Übernahme von
Verantwortung nicht möglich“ ist.
Der
Samstag begann mit der Frage: „Wer bin ich?“ – Versuch einer
Selbsteinschätzung. Der Referent Dipl. Pädagoge,Kinder-
u. Jugend-Psychothera-peut Manfred
Dohmen meinte u.a.: „Glücklich, wer in jungen Jahren sichere Bindung
erfahren hat. Dies sei die Grundlage um sich zu konzentrieren, gut lernen und
seine Kreativität entwickeln zu können.“ Tröstlich war aber auch zu hören, dass
Prägungen praktisch nie aufhören und letztlich der eigenen Persönlichkeit
permanente Verbesserungen möglich sind.
Anschließend
gab der Leiter der Personalabteilung eines großen Unternehmens, einen Einblick
in den Personalmanagementbereich mit Erhebung der Potentiale und der
Entwicklung von Führungskräften. Geklärt wurden dabei Aufgaben und Anforderungen
an die Führungspersönlichkeiten einschließlich der Beurteilungsmethodik
etwaiger Entwicklungseffekte.
Der
Nachmittag war dem zentralen Anliegen von Führung, von Zusam-menwirken und
menschlichem Miteinander schlechthin gewidmet: Der Kommunikation, ihrer
Vielschichtigkeit und ihrem situativen Charakter, der Bedeutung der Wahrnehmung
und der Empathie als Kommunikationsschlüssel.
Am
Samstag Abend wurde durch Frd. Willi
Mönikheim, einem Pfarrer und Landwirt unserer Tage, eine historische Hohenloher
Führungspersönlichkeit vorgestellt: Johann
Friedrich Mayer, der sich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts als Pfarrer
von Kupferzell enorm um die Landwirtschaft verdient gemacht hatte. Sein Wirken
ist bis in unsere Tage sichtbar.
Am
Sonntagvormittag stellte, der ehemalige Wirtschaftsminister von
Baden-Württemberg Dr. Walter Döring seine
Sicht einer Politik für eine verantwortliche Zukunftsgestaltung vor. Seiner
Überzeugung nach, muss man Führung wollen. Dabei seien Vertrauen und Offenheit sowie
ein innerer Kompass, der einem Halt und Orientierung vermittelt von
grundlegender Bedeutung.
Das Seminar fand seinen
Abschluss mit einem Referat von Past-Governor Dr. Hans Joachim Kay zum Thema: „Unternehmensführung
in Europa und Amerika und deren juristischem Hintergrund“.
Die
Kommentare und Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Seminar,
Unterbringung und Verpflegung bis hin zur Organisation spiegelten durchgängig
Zufriedenheit und Dank für die Möglichkeit der Teilnahme und die erlebte
Gastfreundschaft. Die Fortsetzung derartiger Veranstaltungen wurde einhellig
empfohlen.
Die
Verantwortlichen der 3 Clubs, Willi Mönikheim vom RC Künzelsau-Öhringen,
Joachim Quarder vom RC Crailsheim, Christian Gehring vom RC Schwäbisch Hall und
einige Zuhörer aus den jeweiligen Clubs, nahmen es erfreut und dankbar zur
Kenntnis. Dies zum Anlass nehmend begannen sie umgehend mit Planung und
Vorbereitung des 7. RYLA – Seminars vom 23. – 25. Juli 2010, wiederum in der
Ländlichen Heimvolkshochschule Hohebuch.