Unser Präsident Hans-Hinrich Kruse stimmte uns Expeditionsteilnehmer“ schon auf der Anfahrt mit launigen Worten auf die
Besonderheiten von Landschaft, Tieren, Menschen und Sprache seiner Heimat ein
und Freund Schreiner hatte einige Beispiele zu Literatur und Sprache im deutschen
Norden für uns vorbereitet. Eine gute Ergänzung war dann der Besuch im
Wattforum in Tönning. Hier bekamen wir eine Einführung insbesondere in die
Tierwelt im Wasser und im Watt. Nach einem kurzen Fußmarsch durch den
historischen Hafen von Tönning ging es dann nach Husum in unser Hotel.
Husum, die graue Stadt am Meer, zeigte sich alles andere als
grau. Bei strahlendem Sonneschein machten wir am Freitag unseren Stadtrundgang,
der natürlich durch Theodor Storm, den großen Dichtersohn der Stadt, geprägt war.
Auf der Fähre von Schlüttsiel zur Hallig Hooge war Zeit für köstliche
Krabbenbrötchen, die Begutachtung eines „Fischfanges“ und natürlich für
Gespräche und ein Bad in der Sonne. Auf der Hallig ging es dann über die
Hanswart mit dem Strumflutkino und die Kirchwarft zum blauen Pesel auf der
Backenswarft. Bei Kaffee – auch als Pharisäer angeboten – und Kuchen ließen wir
uns in der typischen „guten Stube“ oder im Garten in der Sonne verwöhnen. Das
Abendessen im Fährhaus in Schlüttsiel war in jeder Hinsicht ganz einfach toll:
das Bratkartoffelbuffet mit landestypischem Fisch und Fleisch, die herrliche
Sicht in der Abendsonne auf Land und Meer (wenn auch gerade wieder kein Wasser
da war) und dann natürlich der Sonnenuntergang! Dann waren noch einige Mutige
im Watt um sich die Füße schmutzig zu machen. Aber es gab ja eine Dusche!
Der Samstag stand dann im Zeichen von Landwirtschaft und
Landschaft. Herr Carstens hat uns auf dem Westhof gezeigt, wie er seinen
Betrieb von der traditionellen Landwirtschaft zu dem größten Biogemüsebetrieb
in Schleswig-Holstein verändert hat. Mit viel Engagement entwickelt er den
Betrieb weiter und hat sich nach „Bio“ nun auch das Thema „Energie“
vorgenommen. Daneben ist die Familie Carstens auch ein hervorragender
Gastgeber – wir haben die Zeit in ihrem Garten bei einem köstlichen Imbiss
genossen.
Bei einem Spaziergang durch den Riesewohld, Dithmarschens
KultUrwald, zeigten uns Herr Arnold und Herr Denker mit viel Engagement Ihre
Arbeit für den Naturschutz in diesem Stiftungswald. Vorbei an Ausgrabungen, der
Fünffingerlinde und der seltenen Flatterulme ging es nach Westerwohld, dem
Heimatort von Hans-Hinrich Kruse. In seinem Garten war eine herrliche Tafel
gedeckt. Familie Kruse spendierte uns Kaffee und Kuchen und wer wollte, bekam
auch noch die alte Mühle zu sehen. Es war schon schwierig, sich aus dieser
Idylle loszureisen.
Am Abend beim festlichen Abendessen ließ der Präsident
Hans-Hinrich Kruse die Reise kurz Revue passieren. Der Incoming Präsident
Andreas Wöhr bedankte sich im Namen der Teilnehmer für die informative und
rundum gelungene Reise in den hohen Norden. Mit Wohlwollen haben wir gehört,
dass er die Tradition der Präsidentenreisen fortsetzen will, wir kommen mit!
Wir haben viele neue und gute
Eindrücke aus dem schönen Schleswig-Holstein mitgenommen und einiges über Natur
und Geschichte gehört und gesehen. Dabei kamen Essen und Trinken nicht zu kurz
und für viele gute Gespräche mit den Freunden gab es auch ausreichend
Gelegenheit – wieder eine gelungene Clubreise. Obst in fester und flüssiger
Form, gespendet von Freund Birkert, und die ruhige Fahrweise von Herrn Weller
haben die doch recht lange Busfahrt kurzweilig bzw. erholsam sein lassen.
Unserem Präsidenten Hans-Hinrich
Kruse, der uns seine Heimat gezeigt hat, und seiner Frau Marianne ganz herzlichen
Dank!
Dr. Matthias Fischer