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Wanderung 2011 22. Mai 2012
 
Biosphärenwanderung 2011:
9.000 Euro für Spendenprojekte

Vom Lichtenstein nach Blaubeuren



Der Härtetest begann kurz vor Mitternacht: Rund zehn Kilometer auf asphaltierter Straße durch den ehemaligen Truppenübungsplatz. Da hatten die Teilnehmer der 24 Stunden Wanderung bereits zwei Drittel der Strecke und die Hälfte der Zeit hinter sich. Zwickende Waden und schmerzende Gelenke ließen den einen oder die andere ans Aufgeben denken, nachdem immerhin 52 Kilometer vom Startpunkt auf Schloss Lichtenstein schon geschafft waren - aber 24 bis nach Blaubeuren noch bewältigt werden mussten.








59 von 100 hielten dennoch vom Anfang bis zum Ende durch: ein großes
Erfolgserlebnis für sie selbst - und eine Bestmarke in der
Erfolgsquote des Clubs.
Ein Grund könnte sein, dass 50 Prozent Ehemalige dabei waren, die mit den Anforderungen vertraut sind. Übereinstimmend lobten denn auch alle Streckenführer die “homogene Gruppe und freundschaftliche Stimmung”.


Zwei Pastgovernors wanderten auf der ersten Etappe mit: Michael Alt und Alexander Voelker, die man beide zu den Geburtshelfern des Clubs zählen kann.



Es gehört zum Credo der Veranstalter, möglichst viele bis zum Endpunkt zu bringen. Das hieß, den sportlichen Ehrgeiz Einzelner zu bremsen,

während ausgesuchte Rastplätze zwischendurch mit abwechslungsreicher Verpflegung die müden Wanderer für die nächste Etappe fit machten. Auf den Kräutergarten von ALB Gold in Trochtelfingen folgte ein Besuch bei den Albbüffeln in Ödenwaldstetten und eine abendliche Rast an der Lauter beim Lagerhaus in Dapfen.
Professionelle Muskelmassage und frisch gebackenes Holzofenbrot bereitete die Teilnehmer auf der Münsinger Hopfenburg für den anstrengenden nächtlichen Marsch durch den Truppenübungsplatz mit Zwischenstopp auf dem Grimmelberg vor.


Vom Nattenbuch bei Feldstetten loderte weithin sichtbar ein Lagerfeuer und ein echter Imbissstand empfing morgens um vier mit dem Duft von gegrillten Lammwürstchen die mitgenommenen Wanderer.

Der letzte, neun Kilometer lange Streckenabschnitt begann an der Sontheimer Höhle mit viel starkem Kaffee vom Höhlenverein und endete im Klosterhof von Blaubeuren mit dem traditionellen Weißwurstfrühstück.


Eine anspruchsvolle Strecke” fand Präsident Jürgen Eißmann, der selbst 24 Stunden durchgehalten hatte - für ihn der Schlusspunkt nach monatelanger Organisationsarbeit im Club. Die Logistik im Hintergrund mit mehreren Begleitfahrzeugen erforderte ein ausgeklügeltes System an Helfern, und als bürokratisches, aktenfüllendes Abenteuer erwies sich die notwendige Überquerung von Landstraßen in zwei verschiedenen Landkreisen.


76 Euro, einen pro Kilometer, betrug der Teilnehmerbeitrag, der voll als Spende verwendet wird. Dank zahlreicher Sponsoren dürften nach Abzug der Unkosten, so schätzt Eißmann, über 9 000 Euro zur Verfügung stehen: davon gehen 3 500 Euro als zweite Rate an das Münsinger Jugendprojekt “Alpenüberquerung” und der Rest von rund 5 500 Euro an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland ( ZKRD) mit Sitz in Ulm. Das reicht für die Typisierung von 110 möglichen Spendern.



Bilder: Ulrich Gottwik







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