Andreas Fuhrmann, Präsident des Rotary Clubs Pforzheim, übergab Oberbürgermeisterin Christel Augenstein die Urkunde für das Projekt „Kinder lernen Deutsch – Sprache fördern, Zukunft ermöglichen“.
„Seit Februar diesen Jahres werden Zusatzkurse in Deutsch für 100 Kinder in 15 Gruppen an zwölf Grundschulen der Stadt durchgeführt“, erklärte Furhmann mit Blick auf das von den Rotariern aus Spendenmitteln ermöglichte Förderprogramm. „Wir sind der Überzeugung, dass gute Kenntnisse der deutschen Sprach der wesentliche Schlüssel sind für schulische Bildung, berufliche Ausbildung, soziales Miteinander und Zukunftschancen in der Gesellschaft“, begründete der Präsident das Engagement der Rotarier.
Der Wahlspruch „Service Above Self“, also selbstloses Dienen für die Gemeinschaft und die Allgemeinheit, bestimme seit nunmehr 101 Jahren weltweit die Tätigkeit der Rotarier, erklärte Andreas Fuhrmann.
„In 170 Ländern der Erde sind gegenwärtig über 1,2 Millionen Rotary-Mitglieder in mehr als 32000 Clubs zusammengeschlossen – was für eine erstaunliche Wertegemeinschaft“, betonte der Präsident. Bevor er an den 12. Mai 1931 erinnerte, als sich in Pforzheim ein namhafter Kreis um seinen Vater, dem Gründungspräsidenten Julius Fuhrmann, zum „Rotary Club Pforzheim“ zusammenfand. „Damals befand sich Deutschland mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte; die Massenarbeitslosigkeit schuf enorme soziale Probleme, und es gab mehr als einen Ansatzpunkt, um gemeinnützig zu handeln“, blickte Andreas Fuhrmann zurück.
„Ein Kinderspielplatz in Dillweißenstein, ein Gehörlosentelefon bei der Hauptfeuerwache oder die Finanzierung einer halben Personalstelle im Frauenhaus“, erinnerte Oberbürgermeisterin Christel Augenstein an einige der vielen guten Taten der Pforzheimer Rotarier. „Für den Dienst am Nächsten und an der Allgemeinheit, der aktiven Beteiligung am öffentlichen Leben, den Einsatz für die Völkerverständigung und für die Pflege der Freundschaft untereinander“, dankte das Stadtoberhaupt. Bevor Otfried Höfe, Ordinarius für Philosophie der Universität Tübingen, die vielen Festgäste mit seinem Vortrag „Bürgerverantwortung im Zeitalter der Globalisierung“ zu einer philosophisch-sozialen Reise entführte und der Jazz-Pianist Thilo Wagner mit Bepop-Melodien aus dem Gründungsjahr dem Rotary Club Pforzheim gratulierte.
Die Rotarier freuten sich außerdem über die Chronik „75 Jahre Rotary Club Pforzheim“, das ein Dokument voller Zeit- und Kulturgeschichte, in dem vor allem Menschen, Ereignisse und Anliegen hervorgehoben werden.
(von PZ-Mitarbeiter Michael Block)