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22. Mai 2012 |
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Go-Kart fahren begeistert Kids!
Die Kinder der Internationalen Kindergruppe Ost auf Michael Schumachers Spuren
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„Sami, was ist los – hast du keine Lust?“, wundert sich Stefanie Bihlmaier, Praktikantin der Internationalen Kindergruppe Ost, darüber, dass der 10jährige Samiel auf dem Hinweg zur Go-Cart-Bahn so trödelt. „Ich hab keine, aber ich muss ja mit, bei mir ist niemand zu Hause“, antwortet dieser und betritt bewusst langsam das Parkhaus in Stuttgart Wangen, auf dessen oberster Etage die Go-Cart Bahn wartet.
Die anderen 14 Kinder und die Leiter der Internationalen Kindergruppe Ost waren den gesamten Hinweg in Aufregung und warten bereits ungeduldig. „Ich war schon hier, freut sich die ebenfalls 10jährige Dilara, die als einzige über diese Erfahrung verfügt. Die übrigen Kinder wissen nicht, was auf sie zukommt; sind mehr oder weniger neugierig, was auf sie zukommt. Stefan Molsner, einer der beiden Leiter der Kindergruppe ist sich sicher: „Es wird ein großer Tag, der den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ermöglicht hat den Ausflug der RC Stuttgart Fernsehturm, der mit dieser einmaligen Aktion den Kindern aus Stuttgart Ost einen tollen und außergewöhnlichen Nachmittag bieten will. „Wir unterstützen damit die Arbeit, die die evangelische Gesellschaft, deren Träger hinter den Internationalen Kindergruppen steht, täglich leistet.“, so Caroline Fedder, die weiß, wie wichtig es ist, dass gerade Migrantenkinder aus ihrem oft eintönigen Umfeld herauskommen.
So stehen die 15 Kinder nun auch staunend vor der Go-Kart-Bahn, betrachten deren schnelle Flitzer und trippeln aufgeregt mit den Füßen. „Tragt euch erst mal in die Anmeldeliste ein“, ruft Angelika Klinner, die 2. Leiterin der Kindergruppe alle zusammen. Dabei muss sie nicht nur gegen den ohrenbetäubenden Lärm der Motoren ankämpfen, sondern auch gegen die Ungeduld der Kinder, die kaum mehr zu halten sind. Nach kurzer Einführung dürfen die ersten Kinder auf die Bahn – wie sie so in ihren Karts sitzen, ist der Alltag vergessen und die Welt nur noch aufregend! Rrr, rrr, rrr – und los geht’s!
8 Minuten dauert das Vergnügen für die ersten 5 – eine Ewigkeit für die restlichen 10 Kinder und die besorgten Betreuer, pures Vergnügen und viel zu kurz für die kleinen Rennfahrer. Nach 2 von ca. 7 Runden scheint jede Angst verflogen; die Karts heizen mit doch beachtlicher Geschwindigkeit über die Bahn. „Wir haben alle Autos per Fernsteuerung im Griff“ beruhigt ein Bahnaufseher, der sich freut, dass die Kinder ihre Sache absolut ohne Schwierigkeiten meistern.
Auch die beiden folgenden Gruppen finden sich mit den Autos schnell zurecht. „Ich hab ein bisschen Angst“, äußert die 8jährige Gülsüm sich noch kurz vor dem Start, doch auch sie strahlt beim Aussteigen über beide Ohren: „Ich hab schon etwas gezittert, aber dann war es voll toll!“
Man könne daran erkennen, wie Menschen Lernen, erläutert Molsner seiner Praktikantin, und verweist auf ähnliche Beispiele: „Nadine ging es vor dem ersten Wasserrutschen genauso und jetzt liebt sie das so sehr – so baut sich Selbstvertrauen wie von selbst auf!“
Bei der Siegerehrung auf dem Podest und der Auswertung der Rundenzeiten kommt dann nochmal etwas Hektik auf, schließlich wollen alle ihre Zeiten vergleichen und kommentieren. Dies zieht sich über die Rückfahrt hin, so dass diese allen beteiligten ebenso schnell vorkommt, wie die Anfahrt – und diesmal gilt das auch für Samiel, der längst große Pläne schmiedet hat: „Wir könnten ja jeden Monat 1 x Go-Kart fahren, das macht so Spaß. Dann machen ich und Dominik ein Turnier und zocken alle ab!“
Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie hier (externer Link)
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