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08. Februar 2012 |
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Kontaktclub-Freundschaft in Hochform
160 bis 200 Teilnehmer bei unseren jährlichen internationalen Kontaktclubtreffen als Standard – dies ist außergewöhnlich! Wie kommt dieses Ergebnis zustande?
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| RC Stuttgart unterstützt eine Blindenhundschule in Prag
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Da ist zunächst das Bewusstsein in unserem Rotary-Club zu nennen, dass
wir auf eine Historie zurückblicken, die begeistert und verpflichtet.
Nach dem zweiten Weltkrieg zählte der RC Stuttgart zu den ersten
deutschen Rotary-Clubs, die die ausgestreckte Hand der französischen
Rotary-Clubs ergriffen hatten: im Jahr 1951 bewarb er sich erfolgreich
für die Kontaktclubverbindung mit dem RC Lyon und dem RC Lausanne. Seit
1997/ 98 ist der RC Torino-Dora der 4te Club in diesem Bunde. Heute
sind wir die glücklichen Erben der Rotarier-Generation, die mithalf,
Gräben zuzuschütten und Grenzen zu überwinden.
Unser heutiges Clubleben wird durch die Kontaktclub-Freundschaften ganz
praktisch bereichert. Im Rahmen unserer jährlichen „großen
Kontaktclubtreffen“ starten wir mit einem Abend in den Häusern der
rotarischen Familien und lernen uns wechselseitig in unseren
Lebenswirklichkeiten noch unmittelbarer kennen. Es folgt ein
zweitägiges Programm, durch das wir Einblicke in die Kultur unserer
Nachbarn in Europa erhalten bzw. Einblicke in unsere eigene Lebensweise
und Kultur geben. Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden hautnah
erlebbar. Die Jugend der rotarischen Familien ist immer mit eingeladen.
Ebenso die lokalen Rotaract-Clubs aller vier Rotary-Clubs, die so ihr
internationales Netzwerk weiter entwickeln können.
Im Frühjahr jeden Jahres findet unser „kleines Kontaktclubtreffen“
statt mit jeweils rund 40 bis 60 Teilnehmern. Es ist ein Skiwochenende
in den Schweizer, italienischen oder französischen Alpen, das auch der
frühzeitigen Abstimmung unseres „großen Kontaktclubtreffens“ im Herbst
dient.
Unsere vier Kontaktclubs legen seit Jahren jedes Jahr erneut zusammen
für die Unterstützung eines sozialen Projekts, das möglichst außerhalb
unserer Clubgrenzen stattfindet. So wurde zum Beispiel eine
Blindenschule im Libanon unterstützt oder die Blindenhundschule in
Tschechien.
Hin und wieder findet auch ein Jugendaustausch zwischen den rotarischen
Familien statt. Auch unterstützt man sich gegenseitig bei der Suche
nach Praktikantenplätzen im jeweiligen Land für die Jugendlichen der
rotarischen Familien.
So sind zwischen den vier Kontaktclubs über die Jahre hinweg intensive
Verbindungen gewachsen. Jeder Präsident der vier Kontaktclub weiß bei
der Verpflichtung für sein Amt, dass unsere Kontaktclubtradition in
seinem Clubjahr weiter gepflegt und entwickelt werden muss, und dass er
hierfür höchst persönlich zu sorgen hat. Ihm steht der Vorstand D für
alle operativen Aufgaben zur Seite. Der Vorstand D muss über alle
Präsidentschaften hinweg für den berühmten guten Draht zu seinen
Kontaktclubs sorgen. Das Zusammenwirken von Präsident und Vorstand D
hat sich als wichtiger Erfolgsfaktor erwiesen.
Letztendlich ist es aber keine Frage der Organisation, sondern eine
Frage der inneren Einstellung in den Rotary-Clubs, die über den Erfolg
der Kontaktclubfreundschaften entscheidet. Die überwiegende Anzahl der
Clubfreunde muss sich der rotarischen Aufgabe der Entwicklung und
Pflege der internationalen Freundschaften verpflichtet fühlen und ihr
im stets vollen Terminkalender entsprechend Priorität einräumen. Der
Rotary-Club, der über eine funktionierende Kontaktclubfreundschaft
verfügt, erlebt ein wesentlich reicheres rotarisches Leben.
Jörg Glaser-Gallion
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